Pressespiegel

Hier sind die letzten Pressemeldungen über den AUCB:

Artikel der sächsischen Zeitung, erschienen am Freitag dem 24.03.2006, Interview vom Samstag dem 18.3.2006.

Hier als Download:
presse24032006.zip

Herzen schlagen für
Amiga-Computer
Göda. Seit acht Jahren
treffen sich die PC-Fans
jeden Sonnabend im
Ärztehaus am Oberweg.
Sie eint die Liebe zu dem
Kult-Rechner der 80er.
Madeleine Siegl-Mickisch
M
an kann den Amiga mit
einem Odtimer verglei-
chen meint Uwe Hölzel,
der Vorsitzende des Amiga User Clubs Bautzen. Und genauso wie Oldtimer-Fans beim Gedanken an Vehikel, die nicht mehr unbedingt alltagstauglich sind, glänzende Augen kriegen, kommen die Club-Mitglieder ins Schwärmen, wenn vom Amiga die Rede ist. Und das obwohl die meisten von ihnen heute kaum noch mit diesem bis in die 90er Jahre weit verbreiteten Heimcomputer arbeiten, sondern aus praktischen Gründen auf den PC umgestiegen sind. „Wir blicken mit einem weinenden Auge zurück“, sagt Thomas Claus, der im Verein für die Finanzen zuständig ist.         
     Das gemeinsame Interesse für den Amiga hatte sie vor knapp zehn Jahren zusammengeführt. „Damals gabe es in Bautzen einen Amiga-Laden“ , erinnert sich Uwe Hölzel, der oft dort stöberte. Auf Initiative des Geschäftsinhabers Carsten Schmidt kamen regelmäßige Treffen von Amiga-Fans zustande, anfangs auf dem Dachboden bei Schmidts in Dreikretscham. Weil es

dort bald zu eng wurde, stellten sie den Kontakt zur Gemeinde Göda her. Und so kamen die AmigaFreunde vor acht Jahren zu ihren Vereinsräumen im Ärztehaus am Oberweg nicht ohne vorher einen Verein gegründet zu haben,  was Bedingung für die mietfreie Nutzung kommunaler Räume in Göda ist.
    Seitdem rauchen dort jeden  Sonnabendnachmittag bis in den späten Abend die Köpfe beim gemeinsamen Tüfteln über Programmen, natürlich werden auch Spiele ausprobiert und Neuigkeiten aus der Amiga-Szene ausgetauscht. „Es ist eben etwas anderes, als nur allein stundenlang vorm Computer zu sitzen“, sind sich Uwe Hölzel und Thomas Claus einig.
    Auch wenn die meiste Zeit die Rechner laufen, finden die computervernarrten Herren der Schöpfung Zeit, zusammen ins Kino zu gehen, zu anderen Vereinen, zu

Treffen jeden Sonnabend
Der Amiga User Club Bautzen e.V. trifft sich regelmäßig Sonnabend ab 14 Uhr in seinen Vereinsräumen im Ärztehaus, Oberweg 2, in Göda.
Die Vereinsmitglieder tüfteln
gemeinsam an Programmen, testen Spiele, tauschen Erfahrungen aus, helfen aber
auch, wenn Außenste
hende Fragen zum Computer haben.
Präsentationen, zum Beispiel vor Schülern, gehören ebenfalls zur Vereinsarbeit.
@ www.amigaclub-bautzen.de
 

Messen oder zum Einkaufen zu fahren. Dann geht es natürlich auch um Computer. „Ein bisschen verrückt muss man schon sein“, gibt Hölzel zu.
    Einige der jungen Mitglieder haben über den Verein sogar ihre berufliche Orientierung gefunden. Auch Thomas Claus verdient sich seit ein paar Jahren mit dem Gestalten von Internetseiten seine Brötchen. Frank Menzel ist einer der wenigen im Club, der sich noch intensiv mit dem Amiga beschäftigt. Ansonsten wird der PC heute genauso akzeptiert, wenn auch emotionsloser. „Wenn es den Amiga nicht gegeben hätte, wären wir vielleicht nicht zusammen gekommen“, meinen Hölzel und Claus.
     Die eingeschworene Gemein- schaft hat aber auch ein offenes Ohr, wenn Außenstehende Fragen haben. “Wir sind einer der wenigen Computerklubs, die als gemeinnützig anerkannt sind“, hebt Thomas Claus hervor. Auch weil sie schon gemeinsame Projekte angeschoben haben wie den Bau eines Infoterminals, und die Internetseite der Gemeinde Göda zu deren Tausendjahrfeier gestaltet der Club ebenfalls. Gern würder er mehr mit anderen Gödaer Vereinen zusammenar- beiten. Aber das gestaltet sich etwas schwierig. „Wir sind eben immer nur sonnabends hier.“ Denn im Alltag sind die Clubmitglieder weit verstreut, über Bautzen, Kamenz, Hoyerswerda, Zittau. Sogar aus Cottbus kam eine Zeit lang ein junger Mann regelmäßig jeden Sonnabend mit dem Fahrrad!


Foto
Immer sonnabends tüfteln in Göda die Amiga-Freunde gemeinsam: Alexander und Thomas Mutscher, Frank Menzel und René Hölzel (v.l.n.r.) schauen Philipp Döring (an der Tastatur) über die Schulter.         Fotos: Nikolai Schmidt, SZ/Uwe Soeder, Archiv


Anzahl registrierter Mitglieder: 12

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